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Kristin Reinbach

Expertin & Unternehmensberaterin für Marktorientierung & Performance bei krysalis consult
Unterstützt Führungskräfte & Teams in komplexen Organisationen von DAX bis Mittelstand dabei, ihre Ziele zu erreichen. Mehr als 15 Jahre Erfahrung in Vermarktungs- und Performance-Themen. "unkonventionell, kreativ & analytisch stark, wertschätzend, effektiv"
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Change: Inkrementell oder disruptiv? Sie haben (noch) die Wahl!

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Change Management sollte nie Veränderung um der Veränderung willen sein.

Auf Krampf an etwas herumfuddeln, das bereits 1a funktioniert – wer würde sowas tun?

Andererseits werden anstehende Veränderungen und damit ein Management des ‘Change’ meist zu lange ausgesessen. Das eigentliche Problem daran:

Je später Change Management aktiv angegangen wird, desto geringer ist die Zahl der Handlungsoptionen.

Wer die Augen vor der derzeitigen Notwendigkeit und aktuellen Fakten verschließt, ist meist der Verlierer.

Der beste Lehrmeister in Sachen Transformation und inkrementeller Change bleibt die Natur:

In täglich minimalen (d.h. inkrementellen) Schritten wird aus Muscheln Sand, werden vom Wasser Klippen in harte Steinwände gefressen, werden aus scheinbar toten Bäumen blühende Landschaften.

Wo in der Natur der kleine, schrittweise Wandel verhindert wird oder sich etwas dagegen sperrt, da bricht sich die verwandelnde Energie sehr disruptiv ihre Bahn.

In der Natur sind beide Arten des Wandels,

  • der sanfte, sogenannte inkrementelle Wandel und
  • die disruptive Veränderung wie z.B. ein Vulkanausbruch

augenscheinlich.

Die Prinzipien finden sich in Organisationen und Unternehmen sehr ähnlich wieder und bieten uns eine Inspiration, erforderliche Veränderung gelassener zu nehmen und im möglichen Rahmen mitzugestalten.

“Veränderungen begünstigen nur den,
der darauf vorbereitet ist.”
Louis Pasteur

Veränderungsmanagement ist also umso ‘sicherer’, je früher Sie den Wandel im Unternehmen angehen.

Dann reicht die Anpassung in kleineren, kaum spürbaren – inkrementellen – Schritten meist aus. Wenn Veränderungen erst angegangen werden, wenn es lichterloh brennt, wird das Ganze notwendigerweise zum Feuerwehreinsatz.

Selbst wenn es bereits zur disruptiven Change Situation gekommen ist:

Diese Notsituation hat auch ihre Vorteile. Wenigstens ist dann allen Beteiligten kristallklar, DASS es brennt. Gleichzeitig fordert eine Notsituation drastischere Entscheidungen – und schmerzlichere Opfer.

Praxis-Tipps zu inkrementellem Change:

  • Nehmen Sie sich regelmäßig im Führungsteam und alleine Zeit, das große Bild zu überblicken, notwendige, grundlegendere Strategie-Anpassungen mit Distanz UND vorausschauend zu planen. So wird die Anpassung an Neues, die schrittweise Transformation für Sie und Ihre Mitarbeiter steuerbarer und erfolgreicher.
  • Der wesentliche erste Schritt für eine erfolgreiche Umsetzung Ihres Projekts ist ja ein ehrliches ‘Buy In’ in der Organisation. Ein höfliches Nicken, das keine passende Handlungen zur Folge hat, nutzt keinem was. Anhand der hier verwendeten Analogie aus der Natur könnten Sie z.B. den sonst etwas abstrakten Unterschied auch einer größeren Organisation vermitteln – und so mindestens für mehr Verständnis für frühzeitige Maßnahmen werben.
  • Besonders in internationalen, stark interkulturell geprägten Organisationen bewähren sich solche Natur-Analogien in der Führungskommunikation übrigens, weil sie an archetypischen Situationen andocken, die die meisten Menschen teilen und ähnlich verstehen.

[Bildquelle: Unsplash auf Pixabay – danke!]

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1 Kommentar zu "Change: Inkrementell oder disruptiv? Sie haben (noch) die Wahl!"

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[…] Gegenstück zum Thema disruptiver vs. inkrementeller Change – etwas neu aufzubauen ist meistens inkrementell […]

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