Netzprofile:

Kristin Reinbach

Expertin & Unternehmensberaterin für Marktorientierung & Performance bei krysalis consult
Unterstützt Führungskräfte & Teams in komplexen Organisationen von DAX bis Mittelstand dabei, ihre Ziele zu erreichen. Mehr als 15 Jahre Erfahrung in Vermarktungs- und Performance-Themen. "unkonventionell, kreativ & analytisch stark, wertschätzend, effektiv"
Netzprofile:
Kurz & knackig: Besser entscheiden mit dem ‘Future Me’-Ansatz

future me, change, coaching, tool, führungskräfte, krysalis consult, nachhaltig, kurzfristige langfristige benefits, nutzen, komfortzone, führungskräfte, kristin reinbach

Innovation, Change, das Erreichen großer Ziele, einen Unternehmensbereich auf- oder umzubauen, sich und sein Leben zu verändern – sie haben alle eins gemeinsam: Wir müssen kurzfristig viele kleine Veränderungen durchführen, die nicht unbedingt nur angenehm sind.

  • Wie kriegt man sich (nachhaltig) dazu, den Hintern hoch zu kriegen, um heute etwas Unangenehmes zu tun?
  • Wie wägt man ausgewogen (!) zwischen kurzfristiger Bequemlichkeit und langfristigem Nutzen ab?

Hierzu habe ich neulich auf Fast Company einen großartigen Tipp gefunden, gleich getestet – und für extrem nützlich befunden:

“Using a two-person mind-set – present self and future self – can help you stay organized, says Lorie Marrero, founder of the Clutter Diet, an online organizing program. She likes to think of her future self when she takes care of small tasks right away. ‘If I walk through a room and see a mess, I will say, ‘I bet if I do those dishes now my future self will be so much happier later,” she says. “That motivates me to do those favors for my future self.'”

“Wenn Sie ein 2-Personen-Mind-Set verwenden – also in heutigem vs. zukünftigem Ich denken, dann kann Ihnen das helfen, aufgeräumter zu leben…[…] Wenn ich in die Küche komme und das Chaos dort sehe, dann sage ich mir: ‘Ich wette, mein zukünftiges Ich wird deutlich glücklicher sein, wenn ich das Geschirr beseitige’ – ‘es motiviert mich, meinem zukünftigen Ich diesen Gefallen zu tun’.”

aus: Seven Habits Of Organized People | Fast Company | Business + Innovation

Wenn ich jetzt z.B. eine Entscheidung fälle zwischen “es wäre schon gut, wenn ich laufen gehe” vs. “och nö” (heute morgen 3 ausführliche Diskussionsrunden!), dann bekomme ich mich auf eine produktivere Spur, wenn ich mich mit der Future Me Technik frage:

  • Was will mein gegenwärtiges ICH tun?
  • Mit welcher Option geht es meinem zukünftigen ICH wirklich gut?
  • Was würde sich mein zukünftiges ich von meinem gegenwärtigen Ich wünschen, wie ich jetzt handle?

Gut funktioniert auch, sich den folgenden Satz auszufüllen:

“Mein zukünftiges Ich wird mit _______Option A / B / C_ sehr viel glücklicher / erfolgreicher / zufriedener / im Reinen sein.”

Spezial-Praxis-Tipp: Wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie die verschiedenen Versionen laut aus. Das sog. Bio-Feedback (d.h. wie Ihr Körper sich dabei anfühlt) kann sehr hilfreich sein.

Das “Future Me” funktioniert für völlig unterschiedliche Handlungsfelder:

  • Ernährung: Bei der Frage, ob das Nutella-Brötchen wirklich noch sein muss – oder es besser ist, sich zurück zu halten
  • Sport: Soll man heute noch in den Sport – oder lieber auf die Couch?
  • Beziehungen privat: Soll man der Versuchung nachgeben, mit seinem Flirt weiterzugehen – oder es lieber lassen?
  • Beziehungen beruflich: Soll ich dem Kollegen verbal eins auf die Mütze geben – oder es lieber lassen?

Die Future Me Methode ist auch deswegen gut, weil sie eben nicht automatisch darauf raus läuft, die ‘vernünftigere’ Haltung einzunehmen.

Die Technik sorgt vielmehr dafür, der aktuell unbequemeren Handlung einen fairen Punktevorsprung zu geben – und das ist gut für alles, wo Veränderung, Wachstum, Change, Innovation, Persönlichkeitsentwicklung im Raum steht.

Denken wir an das Beispiel mit dem Konflikt unter Kollegen: Manchmal scheuen wir ihn, einfach nur weil er unangenehm ist. Es kann allerdings sein, dass mein zukünftiges Ich sich deutlich wohler fühlen würde, den Mund aufgemacht zu haben – wenn es mir die Sache eben wert ist. Oder es z.B. wichtig ist, etwas wirklich zu klären, damit man danach wieder gut zusammenarbeiten kann. Wahrscheinlich spreche ich anders mit meinem Kollegen, wenn meine feste Absicht ist, dass wir in ZUKUNFT wieder besser miteinander klar kommen.

Nutzen Sie die “Future me”- oder eine ähnliche Technik für sich selbst oder das Coaching Ihres Teams bereits?

Wenn ja, was sind Ihre Erfahrungen damit?

Welche Tipps können Sie aus Ihrer Erfahrung ergänzen?

Mit welcher Technik wägen Sie bisher zwischen kurzfristigen und langfristigen Effekten unterschiedlicher Verhaltensweisen ab? Welche Technik führt Ihrer Erfahrung nach zu den besten Ergebnissen?

[Bildquelle: Unsplash auf Pixabay.com – danke!]

Für Sie außerdem empfohlen:

Darauf antworten:

Eröffnen Sie die Diskussion:

Benachrichtigen über
wpDiscuz