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Kristin Reinbach

Expertin & Unternehmensberaterin für Marktorientierung & Performance bei krysalis consult
Unterstützt Führungskräfte & Teams in komplexen Organisationen von DAX bis Mittelstand dabei, ihre Ziele zu erreichen. Mehr als 15 Jahre Erfahrung in Vermarktungs- und Performance-Themen. "unkonventionell, kreativ & analytisch stark, wertschätzend, effektiv"
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Meetings über Meetings: Die tückische Falle partizipativer Führung

Meetingfalle_Partizipative_Führung

Partizipative Führung, eine aktive Beteiligung aller Hierarchien ist in den letzten Jahren sehr ‘in’ geworden. Dafür gibt es gute Gründe: Warum nicht die Ideen und das Know-How möglichst vieler integrieren – und dadurch erfolgreicher sein?

Meistens bedeutet das mehr Kommunikation, mehr Meetings, mehr Workshops in Organisationen.

Leider ist hier mehr nicht immer mehr.

  • Erfolgreiche Unternehmen brauchen nicht MEHR Workshops, sondern EFFEKTIVERE Workshops,
  • Erfolgreiche Unternehmen brauchen nicht MEHR Meetings, sondern EFFEKTIVERE Meetings.

Mit gutem Grund verfallen viele Mitarbeiter und Führungskräfte in mimische Zuckungen, wenn sie das Wort ‘Workshop’ nur hören. Wenn das Wort bei Projektstart z.B. erwähnt wird, dann geht ihr Kopfkino los und spuckt aus:

“Ohje, Workshop –

das ist nur noch schlimmer als Meeting –

dauert länger,

ist verpflichtender teilzunehmen

– raubt noch mehr Energie.”

Leider haben sie oft recht, zumindest, wenn es schlecht läuft – und das tut es oft.

Partizipative Prozesse enden falsch verstanden leicht in schwammigem Rumgeeier. Klick um zu Tweeten

Ein Workshop mit guter Vorbereitung sorgt dafür, dass vorhandene Ideen und Know-How optimal genutzt werden können – und Teams sehr erfolgreich gute Ergebnisse erarbeiten können. UND die Beteiligten auch noch Spaß dran haben!

Klingt fast zu gut, um wahr zu sein?

Zumindest, wenn man denkt:

Wir machen einfach einen Workshop, dann wird das schon.

Exakt zur Situation und zum Unternehmen passende Workshops durchzuführen, bedeutet enorme Effizienz im Arbeitsprozess, deutlich bessere Ergebnisse. Das ist gut machbar, braucht aber

  • Know-How,
  • auf jeden Fall Vorbereitung
  • und/oder einen Profi (ein sogenannter Facilitator).

Diese Faktoren werden meist nicht einkalkuliert, wenn man sich entscheidet, partizipativer zu führen.

Die vermehrte Kommunikation, die durch partizipative Führung angestoßen wird, braucht ironischerweise erst recht Führung und Struktur.

Meetings außer Kontrolle – ohne Vorbereitung, Moderation, Arbeitsregeln, Nachbereitung – sind eine wahre Pest: Sie sind Energie- und Zeiträuber, sorgen erfolgreich für Demotivation.

Auch mittelmäßige Meetings haben keinerlei Existenzberechtigung, wenn im Team nicht mehr dabei rauskommt, als jeder einzeln in dieser Zeit hätte erarbeiten können.

Selbst wenn Ihnen viel an partizipativer Führung gelegen ist – diskriminieren Sie ruhig eiskalt:

Entweder ein gutes Meeting oder gar kein Meeting.

Haben Sie den Nerv, Meetings abzubrechen, abzusagen, gar nicht erst zuzulassen.

Auch wenn es vielleicht seltsam klingt:

Eine klare Entscheidung GEGEN ein unvorbereitetes, planloses Meeting kann viel Geld, Zeit und Nerven sparen.

'Wenn der Zweck eines Meetings nicht klar ist, ist KEIN Meeting das beste Meeting.' Klick um zu Tweeten

Was sich außerdem bewährt: Machen Sie auch in einem partizipativen Umfeld ruhig klare Ansagen, was bis wohin gemeinsam diskutiert wird – und ab wo und wie Sie oder andere entscheiden werden.

[Bildquelle: BMartinSeattle auf Pixabay – danke!]

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