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Kristin Reinbach

Expertin & Unternehmensberaterin für Marktorientierung & Performance bei krysalis consult
Unterstützt Führungskräfte & Teams in komplexen Organisationen von DAX bis Mittelstand dabei, ihre Ziele zu erreichen. Mehr als 15 Jahre Erfahrung in Vermarktungs- und Performance-Themen. "unkonventionell, kreativ & analytisch stark, wertschätzend, effektiv"
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Innovation Leadership Wegmarke 1/7: Bilden Sie eine feste Absicht

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Was uns auf dieser Wegstrecke erwartet

Jetzt: Eine magische Absicht bilden

  • Besser eine feste Absicht als SMART-Ziele.
  • Wünsche als Grundlage.
  • Formulierung der festen Absicht.
  • Bilder und Vorstellungskraft helfen, die richtigen Wünsche und Absichten zu finden.

Vergessen Sie SMART-Ziele – starten Sie mit einer festen Absicht

Bestimmt haben Sie erwartet, dass dieser Weg mit klassischen Zielformulierungen beginnt. Allerdings habe ich festgestellt, dass Zielformulierung oft schwer fällt, wenn wir etwas tatsächlich Neues angehen wollen. Warum? Weil wir uns in dem neuen Gebiet so wenig auskennen, dass wir gar keine Ahnung haben, welche konkreten Ziele wirklich Sinn machen würden. Weil wir das spüren, tun wir uns schwer, uns auf ein Ziel festzulegen. Wenn wir es doch tun, wissen wir eigentlich schon, dass wir das Ziel nicht wirklich ernst nehmen. Damit fehlt es ihm an Magie.

Bis wir herausgefunden haben, welche Ziele in dem neuen Gebiet wirklich Sinn machen und was unsere Ziele tatsächlich sind, müssten wir viel schlauer sein, als wir beim Start sind. Darauf zu warten oder das erst zu erarbeiten bremst uns unnötig und kostet uns faktisch Zeit und Möglichkeiten. Außerdem lenkt es den Blick vom Wesentlichen ab. Das Wesentliche ist: Was wollen wir wirklich erreichen? Bei welchem Ergebnis wollen wir wirklich ankommen?

Deswegen ist mein Vorschlag:

Lassen Sie uns statt mit Zielen mit einer Absicht beginnen.

Mit einer festen, robusten, belastbaren Absicht.


Eine feste Absicht ist für große neue Dinge so nützlich, weil sie gut damit auskommt, dass wir (noch) keine Ahnung haben, wie Mittel und Wege aussehen, um dort hin zu kommen und ob es sie überhaupt gibt. Das Einzige was wir brauchen, ist zu wissen, was wir wirklich beabsichtigen.

Wenn ich nun in den 50er Jahren beschlossen hätte auf den Mond zu wollen, wie hätte ich das als SMART-Ziel formuliert?

„Betreten des Mondes bis spätestens 31.12.1956, 19.00 Uhr“ ?

Aha. Und dann? Warum? Wieso? Keiner weiß es. Ich auch nicht.

Ist dieses Ziel hilfreich und inspirierend, um loszukommen? Regt es meine Fantasie an? Will ich da hin?

Probieren wir stattdessen ein paar Absichten aus:

„Wir haben die feste Absicht, den Mond zu erkunden, denn wir wollen endlich gesichert wissen, ob er uns als Wohnraum oder Militärstützpunkt nutzen kann.“

oder

„Wir haben die Absicht, den Mond zu betreten. Wenn wir das schaffen, zeigen wir der ganzen Welt, dass wir DIE Nation sind, die das Unmögliche möglich macht. Das würde uns stolz machen und eine gute Basis für die Zukunft unserer Kinder legen.“

Das hat doch schon mehr Pepp – um nicht zu sagen, Magie. Oder?


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Wünsche sind eine gute Grundlage

Wie können wir uns davon lösen, zu rasch zu konkrete Ziele formulieren zu wollen? Wie schaffen wir es, uns auf die emotionalere Seite des Lebens zu schlagen und zu sagen: „Ich will X und zwar weil es Z bringt“?

Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, bei einer ‘virtuellen Wunschfee’ Wünsche abzugeben. Das hat den großen Vorteil, dass wir uns automatisch deutlich mehr erlauben.

Alle Wünsche sind erlaubt.

Unsere magische Wunschfee will uns allerdings noch ein wenig mehr helfen, deswegen möchte sie in der Bestellung wissen, warum und wieso wir das so dringend haben wollen. Das dient uns nämlich für uns selbst als Erinnerung, wenn es uns später mal entfällt.

Ich überreiche Ihnen also jetzt feierlich Ihren persönlichen Zauberstab.

Wenn Sie diesen Zauberstab heben, bringt er Ihnen alles, was Sie anfordern, aber eben genau das. Genau so, wie Sie es anfordern. Es kann ein bisschen brauchen, aber letztlich bekommen Sie, was Sie sich wünschen. Vorsicht! Mit gutem Grund gibt es reichlich Witze über Leute, die eine Wunschfee treffen und aus der Möglichkeit dieser Wünsche nicht das machen, was sie könnten. Wie tragisch, oder?


Probieren Sie Ihren Zauberstab aus

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Was passiert, wenn Sie das Folgende wünschen: „Ich wünsche mir, dass alle Kunden bis spätestens 01. Juni dieses Jahres wieder 10% mehr X-Waschpulver kaufen?“ Dann werden Sie eine Antwort oder Lösung bekommen, die genau das – und nicht mehr, nicht weniger – erledigt.

Wenn Sie nun den Zauberstab wieder heben und sagen:

„Ich wünsche mir, dass alle unser Waschpulver lieben. Und zwar mehr als alle anderen Waschpulver!“

„Ich wünsche mir, dass alle, die unseren Seifen begegnen, sie genauso lieben wie wir.“

– was passiert dann?

Aha! Letzten Endes bekommen Sie das, was Sie wollen – etwas, worauf Sie stolz sein können.

Die Kunden sind glücklich und kaufen (sicher mindestens die 10% mehr), Sie sind glücklich und haben weitere tolle Ideen…etc.

Bei welcher Version bekommen Sie die nachhaltigere, die größere, die fabelhaftere Lösung?

Wo wir schon dabei sind, gönnen wir uns doch noch ein paar Wünsche – probeweise:

„Ich wünsche mir, einen Garten zu erschaffen, der alle Menschen so glücklich macht, dass sie allen davon erzählen und alle zu unseren Kunden werden wollen?“

Oder was ganz anderes:

„Ich wünsche mir mit meiner Dessous-Kollektion alle Frauen über 80 wieder richtig heiß auf Unterwäsche zu machen.“

Denken wir für das zweite Beispiel schon mal an das Ende des Prozesses:

Woran merken wir, dass sich unser Wunsch erfüllt hat?

Wir nutzen hierfür den Sammelmodus – und sammeln dazu Gedanken, Ideen und Bilder, z.B. …
„Begeisterte Briefe, Rosensträuße werden geschickt – und zwar von den Frauen, aber auch von den Männern, 80jährige machen die Dessous-Parade “Golden Pride”, die Männer der 80jährigen Damen werden plötzlich eifersüchtig, 40jährige stehen auf 80jährige Frauen etc.“

Nach dieser Sammelphase markieren wir die für uns wichtigsten Punkte, die uns richtig anmachen und überlegen uns, warum uns das anmacht. Z.B.

„Für mich ist das Wesentliche: Unsere Dessous machen die Frauen schön und selbstbewusst, sie fühlen sich so und werden von der Welt auch so gesehen. Ich finde es klasse, dazu beizutragen, weil ich mich selbst immer schrecklich in Dessous gefühlt habe.“

Damit haben wir aus den Möglichkeiten die für uns wichtigen gefiltert. Diese Überlegungen sind eine gute Basis für unsere feste Absicht: Wir wissen jetzt was wir wollen, wie das in etwa aussehen kann und warum es genial ist, wenn es geklappt hat.


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Ihre feste Absicht formulieren

Und ab geht es vor den Altar! Nein, nicht wirklich.

Aber ein wenig Ähnlichkeit zum Heiraten hat es schon. Es geht darum, verbindlich öffentlich zu sagen:

„Ja, ich will X erreichen. Es ist mir dringend. Ich werde alles in meiner Macht stehende (äh, und Moralische!) dafür tun, um es möglich zu machen.“

Bevor Sie andere mit in den Prozess dazu holen, sollten Sie für sich wissen, was Sie wollen (und auch was Sie nicht wollen!). Seien Sie sich im Klaren darüber, was Ihre ehrliche Absicht ist. Prüfen Sie nochmal genau, ob die Formulierung Ihrer Absicht genug Raum für unvermutete Lösungen bringt und groß genug ist.

Wenn Sie durch äußere Umstände dazu gezwungen sind, loszulegen, ohne das klären zu können, dann sollten Sie das offen sagen. Äußern Sie sich klar, ob Sie vorhaben, die Absicht letztlich selbst zu formulieren und ob und inwieweit Sie dabei Hilfe und Unterstützung benötigen.

Unterschätzen Sie die Bedeutung dieser Wegmarke nicht, auch wenn sie hier im Buch relativ kurz und übersichtlich wirken mag:

Auf der Stärke dieser Absicht baut die Magie des Prozesses auf.

Lassen Sie sich auf jeden Fall genug und zwar mehr als genug Zeit dafür!


Ist Ihre persönliche Absicht klar?

Denken Sie daran: Sie müssen heute noch nicht wissen, wie Sie zum Wunschzustand kommen, ob und wie es machbar sein wird. Sie müssen nur wissen, was Sie wirklich erreichen wollen. Seien Sie gnadenlos ehrlich mit sich und dem, was Sie wollen.

Es kann sein, dass Sie sich ergänzende Absichten haben – und in dem einen Teil gehen Sie den Weg alleine – und in dem anderen mit anderen zusammen. Z.B.

„Ich habe vor, die beste Führungskraft, einer der inspirierendsten Unternehmer Deutschlands zu werden. Ich möchte dafür anerkannt werden, es wird mir ein gutes Gefühl geben, sobald das so ist.“

könnte eine Absicht sein, die sie alleine verfolgen.

Zusätzlich gibt es eine andere Absicht, die Sie mit anderen verfolgen wollen:

„Ich will der Welt zeigen, dass unser Unternehmen im Unterwäschemarkt noch ganz anderes hinkriegen kann.“

Das kann für die anderen Mitgestalter von Umformulierungen begleitet werden wie:

„Ich möchte erleben, dass mindestens jeder zweite Mensch in Europa unsere Unterwäsche trägt.“


Wesentliches IN die Formulierung, Unwesentliches raus.

Dabei können wir uns nochmal fragen, was wirklich wesentlich ist und daher in der Formulierung vorkommen sollte:

  • Ist es mir beispielsweise wichtig, dass es Europa ist?
  • Oder könnte es auch die Welt sein?
  • Oder geht es mir darum, dass es möglichst viele sein sollen?
  • Geht es mir um Männer oder Frauen oder Altersklassen oder reicht Menschen als Definition aus?
  • Ist es Unterwäsche oder Kleidung oder Dessous oder meint es ein Stück Kleidung von uns pro Tag oder was
  • Worum geht es mir? Dass die Leute ihr Leben mit uns leben sollen?

Im Zweifel nehmen Sie die offenere Formulierung – sie können später immer noch weiter eingrenzen, wenn Sie wollen oder es notwendig ist.


Bilder sind pure Magie

Je besser die Vorstellungskraft trainiert ist, desto leichter fällt es, Ideen zu sammeln, sich neue Möglichkeiten vorzustellen. Bildliche Vorstellungskraft macht es uns leichter, zuversichtlich zu sein – wir haben das Ergebnis ja schon gesehen, wenn auch nur vor dem inneren Auge.

Je klarer uns das Bild unseres erfüllten Wunsches vor Augen steht, je dringender es uns ist, dort anzukommen, desto leichter finden wir einen Weg dorthin. Und: Je klarer mir meine Absicht ist, desto klarer kann ich sie anderen vermitteln.

Bilder sind für die Vermittlung von Absichten magisch.

Sie sind viel schneller, unterbewusst wirksamer und eindeutiger als Worte. Zwar gibt es Menschen, die visueller sind oder auch nicht, aber universell sind Bilder stärker als Worte, docken leichter im Hirn und am Herz an (s. Beispiel in Teil 1: Park Sans Souci).


Wie wir unsere Vorstellungskraft einfach nutzen und trainieren können

Vorstellungskraftnutzenundtrainieren


Ihre feste AbsichtExperimentdunkelgruen

„Ich beabsichtige,

 

 

Es ist mir dringend, das zu tun, weil:

 

 

Wenn ich es geschafft habe, werde ich mich damit 

 

fühlen.

Ich vertraue darauf, dass ich auf dem Weg die Fähigkeiten, Möglichkeiten und Menschen finden werde, die mich dorthin bringen.

Ich werde von mir aus mein Bestes geben und alles in meiner Macht Stehende (ethische und legale) dafür tun, um es möglich zu machen.“
Unterschrift


Magie-Check für diese Wegmarke

 

  • MagieCheckdunkelgruenSehen und spüren Sie, wie es ist, wenn Ihre Absicht zur Realität geworden ist?
  • Wie sieht die Welt aus, wenn sich Ihr Wunsch erfüllt hat? Ist es klasse? Richtig klasse?
  • Mit welchem Bild, Film, Musik, Slogan erinnern Sie sich an Ihre Absicht?
  • Könn(t)en Sie anderen sagen, was Ihre Absicht ist?
  • Wie genau heißt Ihre Bestellung bei der Wunschfee?
  • Ist ihre Absicht fest und unumstößlich?
  • Ist es gefühlt dringend, das zu erreichen?

=> Magiecheck erfolgreich = weiterfahren!


TIPP FÜR ALLE, DIE ES EILIG HABEN

Das Framework zu “Magic Innovation Leadership” wird Kapitel für Kapitel ab sofort bis Ende August 2016 kostenlos hier im Ziele erreichen-Magazin veröffentlicht.

Was, wenn Sie das Framework spannend finden und lieber schneller den gesamten Einblick wollen? Dann können Sie sich (und ggfs. Ihre KollegInnen / Ihr Team) jetzt und hier mit dem E-Book dazu versorgen und haben jederzeit alles Relevante zur Hand.

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