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Kristin Reinbach

Expertin & Unternehmensberaterin für Marktorientierung & Performance bei krysalis consult
Unterstützt Führungskräfte & Teams in komplexen Organisationen von DAX bis Mittelstand dabei, ihre Ziele zu erreichen. Mehr als 15 Jahre Erfahrung in Vermarktungs- und Performance-Themen. "unkonventionell, kreativ & analytisch stark, wertschätzend, effektiv"
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Der verhasste Sandwich: Wie Sie demotivierte Phasen als EntscheiderIn besser überstehen

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Demotiviert? Und das als EntscheiderIn?

Als Führungskraft fühlt man sich da besonders schlecht – schließlich sollte man doch in der Lage sein, andere zu motivieren… Doch wir alle haben diese demotivierten Momente, Tage, manchmal Wochen, in denen wir verfluchen, was wir tun, wo wir es tun, wie und mit wem wir es tun.

In der Unternehmensberatung begegnet mir das natürlich häufiger: Führungskräfte, die hochmotiviert ihre Karriere durchgestartet hatten und jetzt derzeit… da sind sie das Abstimmungs-Einerlei eines großen Unternehmens leid. Manche spielen schon mit dem Gedanken, zu gehen, ‘ganz was Anderes’ zu machen… andere fühlen sich gefangen in einer Rolle als Führungskraft, von der sie sich einfach mehr Einfluss und/oder Gestaltungsspielraum erhofft hatten.

Nichts raubt dann mehr Energie als sich hilflos zu fühlen und aus Resignation passiv zu werden.

Die folgende Geschichte gibt uns in Momenten wie diesen sehr schnell die innere Freiheit und ein Gefühl für unsere eigene Gestaltungs-Macht zurück. Sie erinnert daran, dass das aktuelle gefühlte Elend auf MEINER Entscheidung beruht – die jederzeit durch eine andere Entscheidung ersetzt werden kann.

Wenn Sie heute einen dieser miesen, demotivierten Tage haben,

hoffe ich, es hilft direkt, sonst heben Sie sie einfach auf, bis Sie die Inspiration brauchen können. Die Geschichte stammt aus dem Bestseller des Spitzensportlers Dan Millman – “The Way of the Peaceful Warrior“:

“Sokrates”, der alterslose Mentor des jungen Spitzensportlers, ist genervt von der Passivität seines Zöglings

“Ich kannte mal einen Typen wie Dich:

Ich traf ihn auf einer Baustelle im mittleren Westen.

Wenn die Mittagsglocke ertönte, setzten sich alle Arbeiter gemeinsam hin, um zu essen. Jeden Tag öffnete Sam seine Lunchbox und begann zu nörgeln.

“Meine Güte!” nölte er, “nicht schon wieder Erdnussbutter und Marmelade!

Ich hasse Erdnussbutter und Marmelade als Aufstrich!”

Er nörgelte über seine Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwiches Tag ein Tag aus, bis endlich einer seiner Kollegen sagte:

“Um Himmels Willen, Sam, wenn Du Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwiches so sehr hasst, warum sagst Du Deiner Alten nicht einfach, dass sie Dir was anderes machen soll?”

“Welche ‘Alte’ meinst Du?” antwortete Sam. “Ich bin unverheiratet.

Ich mache mir meine Sandwiches selbst.”

“Wir alle machen unsere Sandwiches selbst.”

schließt Sokrates seine Geschichte ab.

Dieser Sandwich ist mein, ist Ihr, ist unser aller (Arbeits-)leben.

Dieser Sandwich ist die aktuelle Aufgabe in dem Unternehmen, in oder an dem wir zur Zeit arbeiten.

Demotiviert wie wir heute sein mögen, erinnern wir uns dran:

Wir selbst haben entschieden,

diese Marmelade auf dem Sandwich unseres Lebens zu haben.

Wir selbst entscheiden

uns jeden Tag aufs Neue für die Erdnussbutter auf unserem Brot.

In dem strukturierten, von außen stark formalisierten Umfeld eines großen Unternehmens vergisst sich das leicht.

Nach Jahren, in denen sich zwischen kleinen und großen Ergebnissen viele fruchtlose Diskussionen auf dem Weg angesammelt haben, scheint es manchmal, als wäre man da rein geraten – ohne so recht zu wissen, wie.

Erinnern Sie sich ab heute jeden Morgen daran:

Für dieses Sandwich, diese Aufgabe, dieses Leben habe ICH mich entschieden.

Ich kann mich auch wieder entscheiden.

Wenn ich wirklich ein anderes Sandwich / ein anderes Arbeitsumfeld haben will, kann ich das tun.

Es ist an mir, die Verantwortung für diese Entscheidung zu übernehmen.

Die Coaching-Mechanik hinter der Sandwich-Entscheidung:

Das Bewusstsein, dass es Ihre Entscheidung ist,

  • ob Sie dieses Leben leben,
  • ob dies Ihre Aufgabe im Leben ist,
  • ob das für den Moment, aber nicht für Ewigkeit ist,
  • oder ob Sie es ändern wollen,

verändert Ihre eigene Rolle und Ihre (evtl. momentan demotivierte) Haltung sofort:

  • Sie sind nicht mehr passiv-erduldend, sondern aktiv-entscheidend.
  • Sie sind stärker, weil Sie Ihr Leben in der Hand haben.
  • Sie handeln kraftvoller und entschlossener, weil Sie sich dieser Freiheit bewusst sind.

Verschwenden Sie nicht weiter mit Ihrem Demotiviert-Sein:

Entscheiden Sie sich, welchen Sandwich Sie haben wollen, machen Sie ihn sich und genießen sie ihn.

Sie brauchen dafür keine Abstimmung, keine Freigabe, kein Budget, keinen zeitlichen Vorlauf.

Sie können diese Entscheidung hier und jetzt in die eine oder andere Richtung treffen.

Je nach dem kann es einen Moment dauern, bis Ihr neuer (Arbeits-/Lebens-) Sandwich fertig ist. Auch dann ist es IHRE Entscheidung, ob es Ihnen den Aufwand wert ist – oder nicht.

The possibilities are numerous once we decide to act and not react. G.B. Shaw Klick um zu Tweeten Sobald wir uns entscheiden, zu handeln, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. G.B. Shaw Klick um zu Tweeten

Sie sind Führungskraft, EntscheiderIn und Mensch.

Sie haben Ihr (Arbeits-)Leben selbst in der Hand.

Wenn Sie etwas verändern möchten, dann können Sie das tun.


Resourcen:

Peaceful warrior, bewußte entscheidungen, manager, führungskraft, coaching, buchtipp, demotiviertThe Way of the Peaceful Warrior” von Dan Millman ist das halb fiktive, halb auf Fakten basierte Buch über die frühere Karriere des Spitzensportlers. In den USA ist das Buch seit den 80er Jahren ein Bestseller, es ist in diversen Versionen, digital, gedruckt sowie als Film erhältlich. [Bildquelle: Unsplash auf Pixabay – danke!]


 

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